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Frasdorfer LEADER-Projekt zu Ortsgeschichten ist umgesetzt

Leader2020_Ortsgeschichte-Frasdorf
Enthüllung der Informationstafel vor der Umrathshauser Wallfahrtskirche „Heilig Blut“ mit (von links) Georg Baumgartner vom zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Rosenheim, Bürgermeister Daniel Mair, Bauamtsleiter Olaf Hoffmeyer, Ortsheimatpfleger Rupert Wörndl und Christian Fechter von der LAG Chiemgauer Seenplatte. Text und Fotos: Heinrich Rehberg (reh)

„Das Leader Projekt der LAG Chiemgauer-Seenplatte „Ortsgeschichten Frasdorf“ ist abgeschlossen“, freute sich Bürgermeister Daniel Mair bei der Enthüllung der Informationstafel vor der Umrathshauser Wallfahrtskirche „Heilig Blut“. Gemeinsam mit Georg Baumgartner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), Christian Fechter von der LAG Chiemgauer Seenplatte, Bauamtsleiter Olaf Hoffmeyer und Ortsheimatpfleger Rupert Wörndl, entfernte Daniel Mair die Europafahne von der neuen Info-Tafel am Eingang zur alten Kirche. „Wir haben an mehreren Stellen im Gemeindebereich Tafeln aufgestellt, auf denen die Orts- und Heimatgeschichte der Frasdorfer Ortsteile aufgezeigt werden. Diese Übersichtstafeln beleuchten die Ortsgeschichte von Frasdorf, Umrathshausen und Wildenwart. Dabei werden nicht nur die klassischen Geschichtsdaten aufgezählt; es wird auch auf regionale Ereignisse der jüngeren Vergangenheit oder kulturhistorische Besonderheiten der Umgebung eingegangen. Die „Geschichten zur Geschichte“ werden nicht nur den Besuchern und Gästen der Gemeinde, sondern allen Bürgerinnen und Bürgern nahe gebracht“.

 

 

Georg Baumgartner vom AELF wies darauf hin, dass die Entwicklung und Stärkung des ländlichen Raumes das Ziel aller Leader-Projekte sei. „Die Stärkung des Identitätsgefühls für den Ort ist bei allen Vorhaben dabei das Allerwichtigste“.

Die Gesamtkosten für das Frasdorfer Leader-Projekt betragen rund 8200 Euro, davon wird die Hälfte über Leader gefördert. Die Konzepte und Inhalte wurden von Rupert Wörndl erstellt, das Grafikbüro „Visuelle Kommunikation Margarethe Baumgartner“ aus Wasserburg bereitete die Entwürfe auf, der gemeindliche Bauhof stellte die fertigen Schilder an den festgelegten Stellen auf. Die Standorte sind in Übersichtsplänen und Faltblättern aufgeführt, diese sind bei der TouristInfo erhältlich.

 

 

Ortsheimatpfleger Rupert Wörndl stellte die Texte und Bilder zu den großen Ortstafeln und 29 weiteren kleinen Schildern zusammen, die überall im Gemeindegebiet auf „besondere Besonderheiten“ hinweisen. In Frasdorf sind dies die Errichtung der Lokalbahn Rosenheim - Frasdorf und der Autobahnausbau, in Umrathshausen die Chiemgaubahn und die ehemalige Wallfahrt zum Heiligen Blut. In Wildenwart, dem geschichtlich bedeutendsten Ort der Gemeinde, spielen das Schloss und seine wechselnden Besitzer sowie die Ereignisse im November 1918 und das Ende der bayerischen Monarchie eine wichtige Rolle. Auch der Bau der Christkönigskirche im Jahr 1934 ist mit aufgeführt. Die 29 kleinen Schilder wurden im ganzen Gemeindebereich entlang der Wanderwege an markanten Punkten, oft neben Ruhebänken aufgestellt. Diese Schilder decken die ganze Palette „der Frasdorfer Sehenswürdigkeiten und Merkwürdigkeiten“ ab, angefangen bei Marterln und Feldkreuzen, historischen Grenzsteinen, Almen und Bergbauern, Brechhäuser und Flachsverarbeitung sowie Orts- und Bergnamen. Jeweils ein Schild weist auch auf die Geschichte der gotischen Wallfahrtskirche St. Florian, auf besonders stattliche Bauernhäuser in Westerndorf oder das Alte Schulhaus in Frasdorf hin. Alle Schilder sind mit einem QR-Code ausgestattet, so dass man sich über das Internet weiterreichende Informationen holen kann.

 

Eine Besonderheit bietet die „Frasdorfer Runde“, die vom Rathaus über Westerndorf, Lederstube, Westerndorfer Kapelle, Schule und Kirche führt. Sie ist aufgrund der Steigung und der Straßenbeschaffenheit weitgehend barrierefrei. Hier sind die Schilder so angebracht, dass sie auch vom Rollstuhl aus gelesen werden können.

Text: Rehberg

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