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Ein Bienenhaus für Frasdorf und Aschau

Leader2020_Lehrbienenstand-Frasdorf
Im Zeichen der Corona Abstände: die beiden Vorsitzenden des Imkervereins Frasdorf-Aschau Christian Voggenauer (hinten links) und Michael Herden (hinten rechts), die Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Frasdorf Anneliese Dillersberger (vorne links) und die dritte Bürgermeisterin von Aschau Monika Schmid (vorne rechts) zusammen mit Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller am Bauplatz des künfti

Die Gemeinde Frasdorf aus der Leader-Region Chiemgauer-Seenplatte und die Gemeinde Aschau aus der Leader-Region Chiemgauer Alpen haben sich zu einem Kooperationsprojekt zusammengetan und errichten am Sagbergparkplatz einen Lehrbienenstand mit Vereinsraum. Der in Aschau ansässige Imkerverein Aschau-Frasdorf und der Obst- u. Gartenbauverein aus Frasdorf werden die Räumlichkeiten des Lehrbienenstandes und den zugehörigen Außenbereich gemeinsam nutzen. Die Gemeinden Aschau und Frasdorf schaffen mit dem LEADER-Projekt ideale Voraussetzungen, um das Vereinsleben aktiv zu halten und neue Angebote aufzubauen, und erhielten nun die Förderzusage für das Projekt. Frasdorfs Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller präsentierte gemeinsam mit Aschaus 3. Bürgermeisterin Monika Schmid und Vertretern der beteiligten Vereine den Zuwendungsbescheid. Das Projekt wird mit über 81.000 Euro gefördert, den verbleibenden Rest teilen sich die Gemeinden Frasdorf und Aschau.

Die Vorstandschaft des Imkervereins Frasdorf-Aschau hatte die Initiative ergriffen und sich stark in die Planungen für einen Lehrbienenstand mit einem Schulungsraum, einem Raum für die Bienenkästen und einem Raum für die Honiggewinnung eingebracht. Während der Planungsphase kamen Anregungen von den Bienenfreunden, das Objekt nicht nur für die Imkerfortbildungen zu nutzen, sondern auch für weitere artverwandte Bereiche wie Arten- und Naturschutz, umweltbewusste Landwirtschaft oder naturnahe Gärten zu öffnen. Diese Idee nahmen die Gemeinden und die Imker auf. Mit dem Obst- und Gartenbauverein aus Frasdorf wurde ein idealer zweiter Nutzer gefunden.

Der Standort mit zugehörigem Außengelände ist ideal für die Belange beider Vereine. Die künftigen Bewohnerinnen der Bienenstöcke haben rundum weite Wiesen- undWaldflächen. Der Außenbereich wird insektenfreundlich bepflanzt. Künftig sollen Führungen, Informationsveranstaltungen und Kurse für Imker und Gartler, aber auch für Kindergärten und Schulen und interessierte Bürgerinnen und Bürger angeboten werden.

„Die meisten Leute haben wenig bis keine Ahnung davon, wie wichtig die Bienen für denMenschen, für seine Kulturpflanzen und damit für seine Ernährung sind. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass den Menschen der Zusammenhang wieder bewusst wird und dasLeben der Bienen nicht durch Spritzmittel, durch häufiges Rasenmähen und durch das Anlegenvon Steingärten unmöglich gemacht wird“, so der Vorsitzende Michael Herden.

Die Imkervereine spalteten sich am Anfang der 20. Jahrhunderts von den Gartenbauvereinen ab. Durch die gemeinsame Nutzung werden Imker und Gärtner wieder an einen Tisch zusammengebracht. „Obstbaumschnitt und Befruchtung sollen nicht mehr getrennt gesehen werden“, so Michael Herden beim Ortstermin in Frasdorf.

 

Nach dem Bericht von Heinrich Rehberg im OVB

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