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Viele konkrete Projekte starten in den Gemeinden

„Römerregion Chiemsee“: Homepage jetzt online

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Die Startseite www.roemerregion-chiemsee.de lädt ein, die zahlreichen Spuren römischer Vergangenheit in der Chiemsee-Region zu entdecken

Die „Römerregion Chiemsee“ wird nun mit eigener Homepage online sichtbar. Unter www.roemerregion-chiemsee.de präsentieren elf Gemeinden rund um den Chiemsee gemeinsam ihre römische Vergangenheit – unterhaltsam und nach aktuellem wissenschaftlichem Stand. Durch die Kooperation kann der außergewöhnliche archäologische Gesamtbestand sowie die Lebensrealität vor 2000 Jahren in der Region anschaulich vermittelt werden. „Die Webseite ist voll reagierend und wird bis zum Sommer auch auf Englisch zur Verfügung stehen, so dass unsere Römerregion ebenfalls international wahrgenommen werden kann“, erklärt Projektleiterin Annette Marquard-Mois. Mit der Homepage werden die Kommunen sich mit anderen Römer-Initiativen europaweit vernetzen. Sie erfüllt gleich mehrere Aufgaben: Sie ist Online-Führer zu allen Stationen (mit Karte) für Interessierte sowie dient sie zum Nachlesen bei vertieftem Interesse, mit Glossar mit Worterklärungen, einer wissenschaftlichen Einführung und Literaturhinweisen zu allen Orten. Eine weitere Aufgabe der Homepage ist laut Annette Marquard-Mois das touristische Marketing für die beteiligten Orte und für die Römerregion Chiemsee als Ganzes.

 

Stationen entstehen heuer und 2021

Die römische Geschichte der Region wurde mithilfe von Archäologen und mit Unterstützung des Landesamts für Denkmalpflege und der Archäologischen Staatssammlung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbereitet. Informationstafeln mit leicht verständlichen Fachinformationen sollen die Betrachter auf Zeitreise mitnehmen, Rekonstruktionen die eigene Vorstellungskraft anregen, und an verschiedenen Mitmachstationen kann man selbst aktiv werden. Umgesetzt wird das Konzept an einzelnen Stationen in den mitmachenden Gemeinden, für die im Gesamtkonzept jeweils Schwerpunktthemen erarbeitet wurden, entsprechend den vorliegenden Funden und Bodendenkmälern.

In Bergen, Bad Endorf, Bernau, Breitbrunn, Grabenstätt und Prien erfahren Interessierte Wissenswertes über die römischen Gutshöfe, die dort einst standen. Tafeln in Seebruck, Chieming und Pittenhart behandeln Themen rund um die Römerstraße von Salzburg nach Augsburg. In Breitbrunn gibt es Einblick in die römische Selbstversorgerwirtschaft. Römische Kultur und Kunst sind Thema in Bad Endorf, (Labyrinth), Bernau (römisches Badehaus) und Grabenstätt (römische Bodenmosaiken). Chieming, Grabenstätt, Grassau und Pittenhart präsentieren römische Inschriftensteine mit Erläuterungen zu unterschiedlichen Themen. In Aschau, Bernau, Chieming, Grassau und Seebruck sind zudem vorrömische Besiedelungen in der Region (Bronzezeit, Hallstattzeit, einzelne ältere Funde) zu sehen. Für Kinder wird der schon bestehende Archäologische Rundweg in Seebruck durch Kindertafeln zum Anfassen ergänzt. Chieming bietet online eine Rätsel-Rallye zum Mitmachen an. In Grabenstätt gibt es im Römermuseum eine Kinder-Mitmachstation zu Mosaiken. In Grassau wird eine Mitmachstation zum Thema „Natur und Landschaft vor 2000 Jahren“ aufgebaut.

„Wir erzählen an den Stationen vom Leben der Menschen, von Kultur, Landwirtschaft und Handel“, erläutert Projektleiterin Annette Marquard-Mois. „Die Stationen werden dieses und nächstes Jahr von den Gemeinden errichtet, die Arbeiten sind im Gange.“ Die Römerregion-Stationen würden als Ausflugsziele oder Zwischenstopps nicht nur von Geschichts-Begeisterten, sondern von Radlern, Spaziergängern, Ausflüglern wahrgenommen werden, seien ein gutes All-Wetter-Programm und zum überwiegenden Teil immer zugänglich. „Für Einheimische wird dieser Teil unserer gemeinsamen Vergangenheit endlich sichtbar gemacht“, freut sich die Projektmanagerin.

 

 

Nach dem Bericht von Silvia Mischi in Chiemgau-Zeitung und Trostberger Tagblatt

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