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LEADER-Förderzusage für Seeon-Seebruck und Pittenhart

Weitere Projekte vor Ort in der „Römerregion Chiemsee“

LAG2020_Zuwendungsbescheid-Roemerregion
Bei der Übergabe des LEADER-Förderbescheids an den Überresten des spätantiken Römerkastells in Seebruck: (Von rechts) Seeons Bürgermeister Bernd Ruth, Projektbeauftragter Matthias Ziereis, LAG-Manager Christian Fechter, die Leiterin der Tourist-Information Seebruck Anna Esterlechner, Sebastian Wittmoser, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Rosenheim und Pittenharts Bürgermeister S

Weitere Gemeinden machen sich an die Umsetzung der konkreten Maßnahmen vor Ort für das 2018 gestartete LEADER-Projekt „Römerregion Chiemsee“. Von Sebastian Wittmoser vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim (AELF) wurde nun die Zusage für Fördermittel aus dem LEADER-Programm für Seeon-Seebruck und Pittenhart überbracht.

In Seebruck, dem einstigen römischen Bedaium, kann man nun mit EU-Fördermitteln die Präsentation dieses wichtigen Teils der eigenen Vergangenheit weiter ausbauen. In allen Gemeindeteilen Seeon, Seebruck und Truchtlaching sind Informationstafeln für Kinder mit haptischen Elementen geplant, die für Groß und Klein Geschichte zum Anfassen bieten. Die neuen Informationstafeln und eine Entdeckerkarte für Kinder werden den gemeindlichen Archäologischen Rundweg (zehn Stationen) zu einem noch abwechslungsreicheren Erlebnis machen. Darüber hinaus beabsichtigt man, auf dem Weg zum Seebrucker Chiemseepark drei lebensgroße Römerfiguren als Cortenstahl-Silhouetten aufzustellen und einen zweisprachigen Audioguide (Deutsch und Englisch) anzubieten. „Unser hochgestecktes Ziel ist es, 2020 alle Maßnahmen umzusetzen“, betonte Projektbeauftragter Matthias Ziereis von der Tourist-Information Seebruck. außerdem Museumsführer und experimenteller Archäologe.

In Pittenhart sind die Schwerpunktthemen „Kult und Götterverehrung“ und „Römerstraße und Salzstraße“. Hier wird der an der Pittenharter Kirchenmauer gefundene Römerstein präsentiert und die Bedeutung der Güldenen Salzstraße für die Geschichte Pittenharts dargestellt. Der Römerstein soll in Nachbildung am Platz neben der Pittenharter Kirche aufgestellt werden, ergänzt durch die als lebensgroße Metallskulptur ausgebildete Silhouette des römischen Benefiziariers, der diesen Weihestein für den keltisch-römischen Gott Bedaius gestiftet hatte. Mit der Silhouette eines Ochsengespanns mit Wagen wird vor dem Wirtshaus „Alte Zollstation“ auf die Lage Pittenharts an der jahrhundertelang genutzten Salzstraße Bezug genommen, denn der Verlauf der Salzstraße folgte älteren Straßen aus römischer oder sogar vorrömischer Zeit. Komplettiert werden diese bildlichen Darstellungen durch Informationstafeln, die die historischen Themen inhaltlich vertiefen.

Nach dem Bericht von Markus Müller in Trostberger Tagblatt und Chiemgau-Zeitung

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