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Letzte Änderung:
24.05.2019

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Arbeitstreffen für das LEADER-Projekt von elf Gemeinden

Auf Spurensuche in der „Römerregion Chiemsee“

Leader2019_Römerregion-Chiemsee

War im Oktober vergangenen Jahres der Startschuss für das Projekt „Römerregion Chiemsee“ erfolgt, so ging es beim letzten Arbeitstreffen der elf kooperierenden Gemeinden aus den beiden Landkreisen Rosenheim und Traunstein im Bernauer Rathaus nun um die weitere Ausarbeitung der Konzepte und deren Umsetzung. Den Anstoß gegeben hatte Bernau, und aus der Idee, die Überreste einer römischen Villa am heutigen Standort der Bernauer Tourist-Info an der Aschauer Straße bekannter zu machen, entstand schließlich ein überregionales Projekt, bei dem sich nicht nur die mitmachenden Gemeinden finanziell beteiligen, sondern auch die Europäische Union im Rahmen des LEADER-Programms mit einer 60-prozentigen Förderung.

Projekt-Managerin Annette Marquard-Mois erläuterte das nun vorliegende Konzept für die ganze „Römerregion Chiemsee“ und die Vorschläge für die individuelle Umsetzung in den einzelnen Gemeinden. Jede Gemeinde habe mindestens ein Schwerpunktthema, seien es Stationen zu Handwerk, Landwirtschaft und Handel, zu Religion und Brauchtum oder zu Kultur und Kunst oder Krisenzeiten, und diese einzelnen Merkmale der vor- und römischen Vergangenheit gelte es nun, sichtbarer zu machen. Als Beispiele zählte die Historikerin dazu die Eisenverhüttung in Bergen, die durch Pittenhart, Seebruck und Chieming verlaufende Römerstraße, die römischen Gutshöfe in Prien oder Erlstätt, die Mosaikfußböden in Grabenstätt, die Originalsteine mit römischen Inschriften in Chieming und die Münzfunde in Aschau auf. Die Römerregion Chiemsee sollte jedermann ansprechen, auch die jüngere Generation, so Marquard-Mois weiter. Dazu werde es insgesamt sieben Angebote für Kinder geben, wie beispielsweise ein Mitmach-Labyrinth in Bad Endorf. Archäologin Andrea Krammer ging dann näher auf das Aussehen der einzelnen Stationen ein. So sollen nicht nur Texte, sondern auch Bilder von Anni, einem keltischen Mädchen, und Marcus, einem römischen Jungen, Lust auf Spurensuche machen. Marquard-Mois erklärte, dass ein gemeinsames Logo und Erscheinungsbild, also einheitliche Informationstafeln, eine gemeinsame Homepage mit Links und ein gemeinsamer Info-Flyer für das überregionale Projekt stehen. Jede Gemeinde solle aber gesondert ihre spezielle römische Vergangenheit darstellen, wobei der Webauftritt von Bernau aus gesteuert werde. Auf jeder Infotafel solle es eine englische Textzusammenfassung geben und die Webseite werde deutsch und englisch aufgesetzt. Auf www.roemerregion-chiemsee.de und auf den Info-Tafeln vor Ort würden somit nicht nur einheimische, sondern auch internationale Gäste auf Spurensuche in die römische Vergangenheit gelockt. Marquard-Mois schlug weiter vor, die Module 2 und 3, also Umsetzung und Marketing zusammenzufassen, um Mitte kommenden Jahres das Projekt abschließen zu können. Gemeinsam entschieden die elf Gemeindevertreter, 10000 Info-Flyer und 5000 spezielle Kinderbroschüren drucken zu lassen. Auch die Idee, einen kurzen Imagefilm zu drehen, unterstützten die Projektbeteiligten.

 

 

Nach dem Bericht von Elisabeth Kirchner in Chiemgau-Zeitung und Trostberger Tagblatt

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