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Letzte Änderung:
19.07.2019

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Mit LEADER -Förderung Wanderwege im Chiemgau bewertet

Auf dem Weg zur Premium-Wanderregion

Leader2019_Wanderregion
Bürgermeister und Tourist-Info-Vertreter der Projektbeteiligten erhielten die Bewertung der Wanderwege; Foto: Elisabeth Kirchner

Mit LEADER -Förderung Wanderwege im Chiemgau bewertet

Dem Ziel, Premium-Wanderregion zu werden, kommen elf Kommunen aus dem Landkreis Rosenheim und 19 Kommunen aus dem Landkreis Traunstein, die drei lokalen Aktionsgruppen (LAG) Chiemgauer Alpen, Chiemgauer Seenplatte und Mangfalltal-Inntal sowie die beiden Tourismusverbände Chiemsee-Alpenland Tourismus als Projektpartner und Chiemgau Tourismus als Projektträger immer näher. Im Rahmen eines EU-geförderten LEADER-Projekts zur Potentialanalyse des Wegenetzes des Gebietes im Hinblick auf die Zertifizierung als Premium-Wanderregion wurden mittlerweile weit über 90 Wanderwege ausgemacht und bewertet. Nun müssen diese auch als solche “aus”gebaut und kenntlich gemacht werden, um 2021 dann das Qualitätsmerkmal “Premium-Wanderregion” zu erhalten.

 

Jochen Becker und Robert Carrera vom Deutschen Wanderinstitut e.V. (WI) erkundeten im vergangenen Jahr alle potentiellen Wanderwege im Mangfall-Inntal, in den Chiemgauer Alpen und in der Chiemgauer Seenplatte. Bürgermeister und Tourist-Info-Vertreter der teilnehmenden Regionen erfuhren in der Vorstellung der Abschlussbewertung von Becker und Carrera, dass dabei für jeden Kilometer Weg knapp 200 Merkmale zum Wegeformat, zur Landschaft, ihren kulturellen Sehenswürdigkeiten und zivilisatorischen Barrieren oder Wanderleitsystem aufgenommen wurden. Zudem wurde zwischen (alpinen) Premiumwanderwegen (PWW), Premiumspazierwegen von drei bis sieben Kilometer Länge (PSW) und Premiumstadtstadtwanderungen (PSTW) ab sieben Kilometer Länge mit entsprechender Einbeziehung von Grünanlagen wie beispielsweise den Naturspaziergang durch die Stadt Traunstein unterschieden. Anhand entsprechender Karten erläuterte Becker die Wege, deren Vorzüge, Merkmale und Potenziale, aber auch Defizite. Als ein Beispiel für einen jetzt schon vorbildlichen PWW führte Becker die Runde von Unterwössen und den Taubensee an. Die 10,5 Kilometer lange Strecke wurde mit einer glatten Eins bewertet, die Almentour ab Unterwössen mit 12,2 Kilometern Länge hingegen bekam nur eine Drei, weil “zu waldlastig und teilweise zu steil”. Dem Rundweg rund um die Eggstätter-Seenplatte verlieh das WI eine glatte Eins, der PSW zwischen Bad Endorf und Langbürgner See bekam nur eine 2,5. “Dort muss man zweimal die Straße überqueren, und ein Teilstück ist ein Privatweg.” Die Wanderexperten bescheinigten den teilnehmenden Gemeinden, dass das Ziel, das Siegel Premium-Wanderregion zu erhalten, erreichbar sei.

 

Im nächsten Schritt nun, so Stephan Semmelmayr, Geschäftsführer des Chiemgau Tourismus e.V. (CT) , und Jens Hornung, Marketingleiter des Chiemgau Tourismus, gehe es um die Fein- und Umsetzungsplanung. Das bedeute als Hausaufgabe für alle Gemeinden, die Wanderwege, die man als solche in die Premium-Wanderregion einbringen wolle, auszubauen, auszuweisen, zu markieren und zu möblieren, dann zu bewerben und dementsprechend auch die Förderanträge vorzubereiten. Im Mai kommenden Jahres sollen die Wanderwege fertig “erschlossen” sein, und zum Sommer 2021 könnte die Region als Premium-Wanderregion zertifiziert werden.

 

 

Nach dem Bericht von Elisabeth Kirchner in der Chiemgau-Zeitung

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