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Letzte Änderung:
17.12.2018

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„Ein Netzwerk ist entstanden“

Bürgerbus

Gespräch mit Bürgermeister August Voit aus Amerang, von Anfang an dabei

Amerang gehört zu den „Gründungsmitgliedern“ des Projektes. Warum hat die Gemeinde Amerang von Anfang an den „Bürgerbus Chiemsee“ unterstützt?

Augustin Voit: Wir waren froh, dass die Chiemseeagenda uns gefragt hat, ob wir mitmachen wollen. Denn wenn man die jetzigen Landkreisgrenzen betrachtet, sind wir eine Grenzgemeinde. Aber wir haben traditionell enge Verbindungen zu Obing und Pittenhart auf der anderen Seite der Grenze zum Landkreis Traunstein und der Personennahverkehr berücksichtigt das überhaupt nicht. Wir haben im Bürgerbus gleich die Chance gesehen, dass die traditionell zusammengehörende Region wieder stärker vernetzt wird, verkehrsmäßig, aber auch gesellschaftlich.

Hat das gut geklappt?

August Voit: Es war gleich eine große Begeisterung da und wir haben in Amerang wirklich viele ehrenamtliche Fahrer gehabt und haben sie auch jetzt noch. Und die sind mit den Ehrenamtlichen aus anderen Gemeinden zu einer großen Bürgerbus-Familie zusammengewachsen und alle arbeiten harmonisch zusammen. Es ist wirklich ein Netzwerk entstanden.

Der Bürgerbus ist also wichtig über die Bedeutung für den Verkehr hinaus?

August Voit: Die Entwicklung des Bürgerbusses zeigt, dass unsere Gesellschaft immer noch fähig ist zu sozialem Zusammenhalt. Und sie ist ein Pilotbeispiel dafür, dass wir dafür neue Wege von unten, von den Bürgern aus gehen müssen, wenn wir erfolgreich sein wollen. So liefert uns das Bürgerbus-Projekt wertvolle Erfahrungen für die Zukunft. Es ist gut, dass unsere Gemeinden den Mut gehabt haben, einfach mal was auszuprobieren, ein soziales Modell, das meiner Ansicht nach nicht unbedingt kostendeckend sein muss. Angesichts des demographischen Wandels werden solche Initiativen immer wichtiger werden.

Was ist das Besondere am Bürgerbus-Projekt?

August Voit: Zukunftsweisend finde ich vor allem die Symbiose von Ehrenamt und Professionalität, die Zusammenarbeit von engagierten Bürgern und den beruflich mit der Organisation des öffentlichen Personennahverkehrs befassten Akteuren, die im Falle Bürgerbus mit hohem Einsatz die Logistik aufrechterhalten.

Warum stellt die Gemeinde Amerang den Stellplatz für den Bus zur Verfügung?

August Voit: Amerang ist Startpunkt für die Tour durch Chiemgauer Seenplatte und Chiemseegemeinden und darüber waren wir froh. Und weil die Bürgerbusfahrer gute Bedingungen vorfinden sollen, haben wir mit Unterstützung des Landkreises vor einigen Jahren einen überdachten Stellplatz gebaut und einen Zugang zu unseren Sanitäranlagen im Bauhof geschaffen. Die Verhältnisse hier haben einfach gepasst glücklicherweise.

Können die Gemeinden noch mehr für den Bürgerbus tun?

August Voit: Werbung schadet nie, sowohl für Fahrer als auch für Fahrgäste. Die Gemeinden sollten ihre Homepage und das Gemeindeblatt für Informationen über den Bürgerbus regelmäßig nutzen, die Fahrpläne in Rathaus und Informationskästen aufhängen. Über die Tourismusverbände könnte auch noch mehr geschehen.



Inge Graichen

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