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Letzte Änderung:
18.07.2018

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Bürgerbus ist „gelebtes Ehrenamt“

Bürgerbus Einweihung 04-2018
Unterstützer des Bürgerbus-Projektes aus der Kommunalpolitik (von rechts) Bürgermeister Sepp Reithmeier, Pittenhart, Traunsteins stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber, Bürgermeister Sepp Huber, Obing, Augustin Voit, Amerang, Doris Laban, Bad Endorf, Hans Schartner, Eggstätt, Josef Mayer, Rimsting, Rosenheims Landrat Wolfgang Berthaler, Bürgermeister Bernd Ruth, Seeon-Seebruck, mit Landtagsab

Sechster Bürgerbus in Betrieb genommen – in Amerang geweiht

 

Für dieIn-Betriebnahme und Weihe eines neuen Fahrzeugs für den „Bürgerbus Chiemsee“ kam in Amerang beim Feuerwehrhaus eine große Runde aus Bürgerbusfahrern, Kommunalpolitikern und weiteren Unterstützern zusammen und würdigten die Einzigartigkeit dieses Projektes in ganz Südbayern. Denn die Bürgerbuslinie im nordwestlichen Chiemgau verbindet nun seit 15 Jahren Haltestellen in den zehn Gemeinden Amerang, Pittenhart, Obing, Eggstätt, Bad Endorf, Rimsting, Prien, Breitbrunn, Gstadt und Seeon-Seebruck ausschließlich mit ehrenamtlichen Fahrern, aber als öffentliche Linie, mit eigener Linienkonzession des RVO und eigener Liniennummer 9480 sowie festem Platz in den Fahrplänen der RoVG, der Verkehrsgesellschaft von Landkreis und Stadt Rosenheim. Die RoVG least den Kleinbus und sorgt für die notwendigen Versicherungen für Bus und Fahrer. Da der Bus innerhalb von drei Jahren fast 200000 Kilometer zurücklegt, wird er nach diesem Zeitraum regelmäßig alle drei Jahre ausgetauscht. Der nun sechste Bus ist wieder bestens ausgerüstet mit elektrischer Seitentüröffnung auf Knopfdruck des Fahrers und funktionellen Einstiegshilfen, diesmal auf Wunsch einiger Fahrer auch mit Tempomat.

 

Die Gemeinde Amerang stellt den Stellplatz für den Bus zur Verfügung und ist Startpunkt für die Tour durch Chiemgauer Seenplatte und Chiemseegemeinden. So begrüßte Amerangs Bürgermeister Augustin Voit als „Hausherr“ seine Bürgermeisterkollegen aus den - auch finanziell - beteiligten Gemeinden, den Rosenheimer Landrat Wolfgang Berthaler und Traunsteins stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber – die beiden Landkreise unterstützen als Projektpartner den Linienbetrieb des „Bürgerbus Chiemsee“ finanziell und organisatorisch - und den Rosenheimer Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner.

Das Projekt „Bürgerbus“ ist eine Initiative der Chiemseeagenda des Abwasser- und Umweltverbandes Chiemsee (AUV), der weiterhin bei der Organisation mitwirkt.

 

Der AUV-Vorsitzende, Rimstings Bürgermeister Josef Mayer bedauerte, dass man den Bürgerbus noch nicht auf Elektroantrieb umstellen konnte. Doch ein Elektro-Kleinbus mit der Reichweite der vom Bürgerbus an einem Betriebstag gefahrenen 325 Kilometer sei derzeit nicht lieferbar. Daher habe man für die nächsten drei Jahre noch auf eine gegenwärtig greifbare saubere Lösung zurückgegriffen, einen Diesel mit AdBlue-Technik, der das Abgas nachreinigt.

 

Landrat Wolfgang Berthaler bezeichnete das Engagement der 30 ehrenamtlichen Fahrer, die so den Betrieb der Linie „Bürgerbus Chiemsee“ ermöglichen und eine Lücke im Netz des Öffentlichen Nahverkehrs in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein schließen, als „gelebtes Ehrenamt“. „Diese Ehrenamtlichen erfüllen eine wichtige Aufgabe,“ ergänzte seine Traunsteiner Kollegin Resi Schmidhuber, „sie bringen die angefahrenen Gemeinden in Verbindung mit der großen weiten Welt“.

 

Weitere engagierte Fahrerinnen und Fahrer gesucht

Ausscheidende Fahrer müssen ersetzt werden, der/die einzelne wird weniger belastet, wenn der Dienstplaner auf viele Freiwillige zurückgreifen kann. Deswegen sind Chiemseeagenda und RoVG immer auf der Suche nach engagierten Bürgern, die sich an dieser schönen und verantwortungsvollen ehrenamtlichen Aufgabe beteiligen wollen. Jeder der glaubt, das könnte das Richtige für ihn sein, sollte sich bei Alexandra Nawroth unter der Rufnummer 08051 - 690116 oder der RoVG, Hans Zagler, (Tel.: 08031-3924510) melden.

 

 

Inge Graichen

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