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Letzte Änderung:
15.11.2017

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Kulinarisches Schaufenster der Region

LAG_Arberland1
Mitten im Sortiment des „Kulinarischen Schaufensters“ der Region Arberland erklärte Susan-ne Wagner, Chefin der Tourismusförderung in der Regionalentwicklungsgesellschaft des Landkreises Regen, den Gästen aus der Leader-Region Chiemgauer-Seenplatte das Konzept des Arberland-Leader-Projektes – rechts von ihr ein Mitverantwortlicher für das Gelingen, der Geschäftsführer der Arberland Regio Herbert U

LEADER-Aktive der „Chiemgauer Seenplatte“ informieren sich im „Arberland

 

Durch LEADER werden mit Mitteln der EU und des Freistaats Bayern Projekte gefördert, die zur nachhaltigen Entwicklung einer Region beitragen. Um Kontakte zu knüpfen und Anregungen und Ideen für weitere gute Projekte zu erhalten, machten sich LEADER-Aktive aus der Chiemgauer-Seenplatte zum LAG_ArberlandErfahrungsaustausch auf zur LEADER-Region „Arberland“ im Bayerischen Wald.

Bei Zwiesel wurde kürzlich direkt neben der vielbefahrenen Bundesstraße 11 ein besonderer Laden eröffnet, das „Kulinarische Schaufenster der Region“. In ihm werden typische Schmankerl des Bayerischen Waldes angeboten, von Marmelade aus den Beeren des Waldes über getrocknete Schwammerl bis hin zu vielen Sorten Bier. Das „Schaufenster“ ist vor allem eine Plattform für direktvermarktende Produzenten, die einen Kundenkreis über ihren Hofladen hinaus erreichen wollen. Gleichzeitig sind die ländlichen Spezialitäten in Laden und Schmankerl-Imbiss Werbung für den touristischen Standort „Arberland“. Susanne Wagner, Chefin der Tourismusförderung in der Regionalentwicklungsgesellschaft des Landkreises Regen, stellte das Konzept dieses Leader-Projektes vor. Die Besonderheit, die Verbindung vom Verkauf regionaler Produkte und landkreisweiter Touristinformation, schlägt sich nämlich unmittelbar im Betrieb des „Schaufensters“ nieder. Das Verkaufs- und Service-Personal werde von der Abteilung Tourismusförderung in der Landkreisentwicklungsgesellschaft Arberland Regio gestellt, erläuterte Susanne Wagner. Diese Mitarbeiter ihrer Abteilung seien per Computer mit ihrer Arbeitsstelle bei der Arberland Regio vernetzt und würden ihre dortigen Aufgaben erledigen, wenn keine Kunden im „Kulinarischen Schaufenster“ seien. Das heiße aber auch, dass nicht die Gewinnerzielung aus dem Verkauf oberstes Ziel der Einrichtung sei, vielmehr die Wirkung für das gute Image des Arberlands bei den Touristen.

 

Neben diesem interessanten Modell zur Unterstützung der regionalen Vermarktung stellte der Regener LAG-Manager Tobias Wittenzellner weitere in der zurückliegenden LEADER-Förderperiode realisierte Projekte vor, die in gewissem Maße vergleichbar mit Vorhaben der LAG „Chiemgauer-Seenplatte“ waren. So führte er die Chiemgauer Besucher in die 1. Dampfbierbrauerei Zwiesel, eine kleine traditionsreiche Familienbrauerei. LEADER-Mittel halfen der Brauerfamilie Pfeffer bei der Umsetzung ihrer Idee, das Brauereigebäude in eine historische Erlebnisbraustätte umzugestalten, in der die Besucher alte Geräte besichtigen, aber auch unmittelbar am Brauvorgang im modernen Bereich der Brauerei teilhaben können, ohne die Anforderungen an die Hygiene zu beeinträchtigen. Seniorchef Dieter Pfeffer zeigte den Chiemgauern die Treppen und Podeste, von denen aus Besucher durch große Fenster beobachten können, wie der Malztransport funktioniert, was im Sudhaus passiert und wie das Flaschenabfüllen heutzutage vor sich geht. Natürlich erklärte Dieter Pfeffer auch, was es mit dem Begriff „Dampfbier“ auf sich hat. Dieses wurde seit dem 19. Jahrhundert aus Gerstenmalz im obergärigen Verfahren ähnlich dem Weißbier gebraut, weil Weizen im kargen Bayerischen Wald fürs Brauen zu wertvoll war, und der bei dieser Gärung entstehende üppige Schaum vermittelte den Eindruck, dass das Bier „dampft“.

 

Außerdem besichtigte die Chiemgauer Besuchergruppe die für die Stadt Regen typischen jahrhundertealten Bier- bzw. allgemeinen Lagerkeller, die vom Verein der „Postkellerfreunde“ mit LEADER-Mitteln und viel Eigenleistung ausgegraben, gesichert und mit neuem Leben erfüllt wurden. Vereinsvorstandsmitglied Sigrid Schiller-Bauer erläuterte die Bemühungen der inzwischen 250 heimatgeschichtlich Interessierten um die Erhaltung des alten Kulturguts Lagerkeller, die in Regen früher fast zu jedem Haus gehörten, unter anderem zu dem namengebenden Hotel Post. Heute seien die von Vereinsmitgliedern organsierten Führungen und die Kulturveranstaltungen im dafür ausgebauten und hergerichteten größten Postkeller ein wichtiger Teil des touristischen Angebots der Stadt Regen und so leiste man einen nicht unerheblichen Beitrag zur kulturellen Vielfalt in Regen.

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