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Letzte Änderung:
28.07.2017

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Chiemgau in Fahrt - Mobilitätskonferenz der LEADER-Regionen „Chiemgauer Seenplatte“ und „Chiemgauer

Leader_Alpenkonferenz

Im Rahmen der AlpenWoche 2016 in Grassau veranstalteten die LEADER-Regionen

„Chiemgauer Seenplatte“ und „Chiemgauer Alpen“ eine gut besuchte Fachkonferenz zum Thema Mobilität unter dem Motto „Chiemgau in Fahrt“. Grassau gehört zur LEADER-Region „Chiemgauer Seenplatte“ an der Grenze zur Nachbarregion „Chiemgauer Alpen“. In beiden Regionen stehen Bürger und Kommunalpolitiker vor der Aufgabe, Mobilität für alle in einem ländlichen, nicht so dicht besiedelten Raum zu schaffen, und gleichzeitig dem Prinzip der Nachhaltigkeit in der Entwicklung dieser Region mit besonders sensibler Natur Rechnung zu tragen. Über 80 LEADER-Aktive und verkehrspolitisch Interessierte aus den beiden Lokalen Aktionsgruppen und ihrer Umgebung suchten nach Alternativen für obilität im ländlichen Raum jenseits der Fortbewegung mit dem eigenen Auto, nach Möglichkeiten zur Förderung des Übergangs des Individualverkehrs zur emissionsärmeren Antriebstechnologie der Elektro-Autos und zur Verbindung beider Zukunftsaufgaben. Dazu wurden Referenten gewonnen, die schon verwirklichte Beispiele aus anderen Regionen darstellen konnten. René Schader von der Beratungsstelle „Energie Tirol“ des Landes Tirol stellte ein E-Carsharing-Projekt aus der LEADER-Region Osttirol vor. Er machte klar, dass Carsharing immer nur eine Ergänzung zum öffentlichen Verkehr ist und das eigene Auto auf dem Land nicht gänzlich ersetzen kann, wohl aber den Zweitwagen, der meist für kürzere Strecken gebraucht werde. Dafür seien Elektro-Autos besonders geeignet, und gleichzeitig leiste das E-Carsharing einen Beitrag zur Vermeidung von klimaschädlichen Emissionen. Carsharing auf dem Land müsse als soziales Projekt zur Sicherung möglichst hoher Mobilität der Bürger verstanden werden, bei der man sich die Kosten dafür ohne Gewinnorientierung teilt; das Funktionieren hänge unter anderem von der richtigen Wahl des Standorts der zur Verfügung stehenden Autos ab. Christian Klaiber von der „Initiative Zukunftsmobilität“ aus Baden-Württemberg erläuterte von ihm entwickelte Konzepte für Mobilitätsgewinn im ländlichen Raum durch Vernetzung und Nutzung vorhandener Ressourcen, z.B. die Öffnung bestehender Flotten von Firmenwägen für Carsharing, auch mit Einbindung von E-Autos. Als Beispiel für die konkrete Lösung eines Mobilitätsproblems nannte Klaiber den elektrisch fahrenden Gemeindebus in Baiersbronn im Schwarzwald, der die vielen Teilorte an den Hauptort anbindet in Ergänzung zum bestehenden ÖPNV, betrieben durch einen örtlichen Busunternehmer, kostendeckend durch die Integration einer touristisch orientierten Linie zu Einkehrmöglichkeiten für anderer.

Einem Teilaspekt des Mobilitätsthemas widmete sich Peter Teuschel von den Stadtwerken Wörgl; er plädierte für die stärkere Berücksichtigung des Fahrrads als Verkehrsmittel, das Alltags-Mobilität im lokalen Bereich sichere und bei den Nutzern auch noch die Gesundheit fördere. Durch die elektrische Unterstützung beim E-Bike und neuen Radtypen wie Lastenrädern stehen Nutzern völlig neue Reichweiten und Einsatzmöglichkeiten zur Verfügung. Ergänzt wurden die Darstellungen praktischer Beispiele für Mobilitätslösungen durch Informationen

von Jens-Uwe Staats vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

aus Berlin. Er berichtete über die bisher beachtlichen Förderaktivitäten des Bundes für Elektromobilität und innovative Mobilitätskonzepte und unterstrich die Bemühungen seines Hauses, weitere Förderansätze für nachfrageschwache Räume zu ermöglichen.

(Inge Graichen)

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