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Letzte Änderung:
22.03.2017

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LEADER-Fördermittel für Buchenwald-Gedenkstätte

Leader_Gedenkstätte Buchenwald
Vor dem Gedenkstein für die Toten der Schlacht von Hohenlinden übergibt Sebastian Wittmoser,

Aufwertung für wichtige historische Stätte in Altenmarkt

 

Altenmarkt. Die Buchenwald-Gedenkstätte unterhalb von Kloster Baumburg und die dort jährlich stattfindenden Gedenkveranstaltungen sind ein wichtiger Teil des Gemeindelebens in Altenmarkt und bedeutsam für die gesamte Region. Es ist der Gemeinde Altenmarkt als Besitzer des Friedhofs und der Gedenkstätte ein Anliegen, das Gesamtensemble in gutem Zustand zu erhalten und Einheimischen und Besuchern die Geschichte des Ortes und die Entstehung des Buchenwaldgedenkens nahezubringen, über die Entwicklung der Gedenkveranstaltung zu einer friedensstiftenden Erinnerungsveranstaltung, insbesondere zur deutsch – französischen Aussöhnung zu informieren.

 

Nun erhielt Altenmarkts Bürgermeister Stephan Bierschneider im Beisein von LAG-Manager und Vorsitzendem der Lokalen Aktionsgruppe „Chiemgauer-Seenplatte“ die Förderzusage aus den Händen von Sebastian Wittmoser, dem zuständigen LEADER-Koordinator am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim.

Wesentlicher Bestandteil des Projekts „Erhalt der friedensstiftenden Buchenwald-

Gedenkstätte“ ist die Erarbeitung und Aufstellung einer Informationstafel zum geschichtlichen Hintergrund, zur Beziehung zum nahen Kloster Baumburg, ergänzt durch einen entsprechenden Flyer. Die Gedenkstätte befindet sich auf einem Massengrab für bayerische, österreichische und französische Soldaten, die nach der Schlacht von Hohenlinden in napoleonischer Zeit in dem als Lazarett für Beteiligte aller Kriegsparteien dienenden Kloster einer dort ausgebrochenen Typhusepidemie zum Opfer gefallen sind. Neben Kapelle und Gedenkstein für die Toten aus der Schlacht von Hohenlinden finden sich zwei Gedenksteine für die Toten der beiden Weltkriege sowie hölzerne Gedenkkreuze. Um das Gesamtensemble zu erhalten ist die Konservierung und Sicherung des um 1900 aufgestellten Gedenksteins notwendig, der an die hier beigesetzten Toten aus napoleonischer Zeit erinnert. Außerdem soll durch die Installierung von Wasserstelle und Beleuchtung die Infrastruktur zur Pflege der Gedenkstätte und ihrer Bepflanzung verbessert werden, die gänzlich ehrenamtlich erfolgt durch Nachkommen der im Zweiten Weltkrieg Gefallenen und die Krieger- und Soldatenkameradschaft Altenmarkt. Mit dem LEADER-Projekt wird die wichtige Rolle der Gedenkstätte für das gesellschaftliche Leben in Altenmarkt und darüberhinaus für die Region gewürdigt und ihr friedensstiftender Charakter betont, regionale Kultur und regionale Identität gestärkt. Der Erhalt der Gedenkstätte und eine das aktive Engagement aller Generationen unterstützende Infrastruktur ermutigen dazu, sich in die Gemeinschaft vor Ort einzubringen und diese lebendig zu halten.

Inge Graichen

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