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Letzte Änderung:
28.07.2017

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"Streuobstinitiative Chiemgau" in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein

Logo Chiemgauer Seenplatte

Größeres Vereinsgebiet neu in der Satzung

Die im Herbst 2013 als landkreisübergreifendes Netzwerkzur Förderung des Streuobstanbaues im Chiemgau gegründete „Streuobstinitiative Chiemgau“ mit der Landtagsabgeordneten Gisela Sengl an der Spitze hat auf ihrer Mitgliederversammlung beschlossen, ihr Vereinsgebiet auf die gesamten Landkreise Rosenheim und Traunstein auszudehnen und nicht allein den historischen Begriff Chiemgau als Richtschnur zu nehmen. Die Notwendigkeit zur Erweiterung des Zuständigkeitsbereiches der Initiative ergab sich aus den Bestrebungen, mit Hilfe einer EU-Förderung nach dem Leader-Programm die Erhaltung des Kulturguts Obstwiesen voranzubringen. Denn schon bald nach Gründung der Streuobstinitiative Chiemgau hatte sich herausgestellt, dass nicht nur die von Beginn an beteiligte Leader-Aktionsgruppe Chiemgauer-Seenplatte am Konzept des Netzwerks zur Förderung der traditionellen Form des extensiven Obstanbaues Interesse hatte, sondern alle Leader-AGs in den Landkreisen Traunstein und Rosenheim. Da im Leader-Gebiet Traun-Alz-Salzach auch fünf Altöttinger Gemeinden einbezogen sind, wird die Streuobstinitiative künftig in diesem Randbereich des Landkreises Altötting ebenfalls tätig sein.

 

Organisation einer Bio-Sammel-Zertifizierung der Obstwiesen

Vorsitzende Gisela Sengl berichtete, dass sich in einigen Besprechungen mit Leader-Verantwortlichen herauskristallisiert hatte, dass die von der Streuobstinitiative angestrebte Bio-Sammel-Zertifizierung der Obstwiesen auch in den Leader-AGs Chiemgauer Alpen, Traun-Alz-Salzach und Mangfalltal-Inntal den Obstwiesenbesitzern eine attraktivere Nutzung ermöglichen würde und durch ein gemeinsames Leader-Projekt gefördert werden sollte. Denn für bio-zertifiziertes Obst wird von den Keltereien knapp der doppelte Preis gezahlt wie für nicht bio-zertifiziertes Obst aus den Obstangern der Region, auch wenn dort oft die Kriterien des biologischen Landbaus erfüllt werden. Die meisten Aktivitäten des Vereinsvorstands im vergangenen Jahr hätten sich um die Vorbereitung der Organisation der Bio-Sammel-Zertifizierung und der Verwertung zertifizierten Obstes unter einer Marke „Chiemgauer Streuobst“ gedreht, informierte die Vorsitzende, so die Entwicklung eines Logos, die Einrichtung einer Homepage und Gespräche mit den Keltereien der Region über das weitere Vorgehen. Um die Bedeutung des Streuobstanbaus für die Kulturlandschaft der Region in der Öffentlichkeit ins rechte Licht zu rücken, habe man in Zusammenarbeit mit den österreichischen Freunden der „ARGE Streuobst“ eine Tagung zum Thema Kulturgut Obstwiesen in den verschiedensten Facetten veranstaltet, berichtete Hauptorganisator Josef Stein, zweiter Vorsitzender der Streuobstinitiative Chiemgau. Dabei sei es um eine breite Themenvielfalt gegangen, von der wissenschaftlichen Beschäftigung mit alten Obstsorten und der Erhaltung der Sortenvielfalt bis zu Vermarktungsstrategien und In-Wert-Setzen von Obstangern durch Streuobstführungen.

Die Streuobstinitiative Chiemgau steht nun vor der Aufgabe, die Obstwiesenbesitzer des vergrößerten Vereinsgebiets fürs Mitmachen zu gewinnen und sich die Unterstützung der Kommunalpolitiker in all den betroffenen Gemeinden zu sichern, so das Fazit von Vorstand und Versammlungsteilnehmern.

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