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Letzte Änderung:
15.11.2017

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Die Geschichte von Amerang

Amerang

Amerang wird erstmals in den sogenannten Breves Notitiae, einem Salzburger Güterverzeichnis, erwähnt. Darin findet sich ein Anhaltspunkt
Amerang Luftbild 2011

Amerang wird erstmals in den sogenannten Breves Notitiae, einem Salzburger Güterverzeichnis, erwähnt. Darin findet sich ein Anhaltspunkt auf ein Tauschgeschäft unter dem Salzburger Bischof Arn, der in der Zeit von 785 bis 798 wirkte. Damit fällt auch die Nennung Amerangs in diesen Zeitraum.

Wie viele andere Gemeinden auch, feierte Amerang 1988 sein 1200-jähriges Bestehen.

 

Amerang bestand vermutlich schon vor 788, darüber gibt es aber keine sicheren Nachrichten.

 

Lange rätselte man über die Herkunft des Ortsnamens. Wahrscheinlich kommt der Name von den althochdeutschen Wörtern „amar“ (Emmer) und „wang“ (Feld).

 

Erst 1072 erscheint Amerang wieder in den Urkunden. Der Patriarch Sieghard von Aquileia weihte zusammen mit Erzbischof Gebhard von Salzburg die gerade wiederaufgebaute Kirche des Klosters Michaelbeuren ein. Diese feierliche Handlung bezeugten einige bayerische Grafen und ein Pato zu Amirangen. Dort stand um diese Zeit wohl weder Burg noch ein Schloss im heutigen Sinn, sicher aber schon ein befestigter Vorgängerbau, der Patos Geschlecht als Herrensitz diente. So konnte Schloss Amerang 1972 zur 900-Jahr-Feier laden.

 

Verschiedene urkundliche Erwähnungen bezeugen Besitzungen der Edelfreien zu Amerang in Burgschleinitz/Niederösterreich. Luftbild Amerang

 

Erst um 1240 erscheinen wieder Ameranger in den Urkunden, die aber nicht mehr die herausragende Stellung der alten Edelfreien von Amerang-Burgschleinitz einnehmen. Sie stehen auch in keiner verwandtschaftlichen Beziehung zu diesen.

 

Seit 1366 schalteten und walteten die Laiminger nachweislich zu Amerang. Somit ist eine alte Sage wohl hinreichend widerlegt: Nach ihr soll um 1400 ein Ameranger einen Priester „ob dem Altar“ erstochen haben. Irgendjemand „wusste“ später dann, dass dies durch einen Heinrich von Amerang zu Schnaitsee geschehen wäre. Daraufhin hätten die Herzöge von Bayern Amerang eingezogen und es an die Laiminger verliehen. Amerang gelangte aber bedeutend früher und durch Erbschaft an die Laiminger.

 

Die Laiminger hatten ihren Stammsitz in dem kleinen Ort Laiming bei Griesstätt. Sie erschienen im 12. Jahrhundert als Ministerialen der Grafen von Wasserburg in den Urkunden. Nach dem Erlöschen dieses alten Geschlechts in der Mitte des 13. Jahrhunderts traten die Laiminger in die herzogliche Dienstmannschaft ein. Dort gelang ihnen ein beachtlicher gesellschaftlicher Aufstieg, denn bereits 100 Jahre später zählten sie zum höheren, turnierfähigen Adel Bayerns.

 

Hinweise auf eine Versippung der Laiminger mit den Amerangern ergeben sich bereits im 13. Jahrhundert. Von einer abermaligen Heirat zwischen den beiden Geschlechtern zeugt eine Urkunde vom 10. August 1323.

Aus Schriftstücken erfahren wir, dass die Laiminger in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts ihren Stammsitz zu Laiming aufgaben.

 

Der angesehene herzogliche Rat Konrad I von Laiming gehörte zu den Gründungsmitgliedern der baierischen Turniergesellschaft von 1361. Erst am 25. Januar 1368 ist er mit seinen vermutlichen Brüdern Erasmus und Wilhelm eindeutig in Amerang nachweisbar. Bereits im Jahr 1366 siegelte „Erasm der Laiminger“ zu Amerang zwei Urkunden, 1369 auch Konrads Sohn „Jörigen Layminger zu Amrang“ der damals auch Pfleger zu Rosenheim war.

 

Seit etwa 1430 erscheint nur noch Konrad III. von Laiming als Herr von Amerang. Er starb am 1. September 1446 und ist in Altenhohenau begraben. Ihm folgte sein einziger Sohn Jörg im Besitz von Amerang. Von 1450 bis 1465 war er Pfleger von Rosenheim.

 

Durch Heirat ging Amerang etwa um 1522 an das italienische Adelsgeschlecht der della Scala (Scaliger; eingedeutscht von der Leiter), der vormaligen Herren von Verona und Vicenza.
Hans Warmund von der Leiter wohnte bis zu seinem Lebensende ständig in Amerang, baute die alte gotische Burg Amerang zu einem wohnlichen Schloss aus und errichtete den schönen Renaissance-Arkadenhof.
Er starb als herzoglicher bayerischer Rat am 24. April 1592 und liegt mit seiner Gemahlin in Amerang begraben.

Neben den Ameranger Adelsgeschlechtern haben sich im Schlossarchiv auch viele Einzelheiten über die Lebensumstände der übrigen Einwohner erhalten.
Im Jahr 1599 übte die Hofmark Amerang über 124 Güter die niedere Gerichtsbarkeit aus. Die Einkünfte aus der Ameranger Grundherrschaft waren nicht allzu groß; es gab zahlreiche bedeutendere Grundherren in Bayern.




Der Auszug aus der Chronik wird in Kürze vervollständigt.

Auszug aus: "Amerang - Schloss, Dorf, Gemeinde" von Wolfgang Klautzsch mit Quellenangaben

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